Schamanen der Mongolei
Der mongolische Schamanismus zählt zu den ältesten lebendigen spirituellen Traditionen Zentralasiens. Er wurzelt im Tengrismus, dem Glauben an den Himmelsgott Tengri, sowie an Natur-, Ahnen- und Ortsgeister. Schamaninnen und Schamanen gelten als Mittler zwischen Menschen- und Geisterwelt und übernehmen Aufgaben wie Heilung, Schutz, Weissagung und die Wiederherstellung spirituellen Gleichgewichts. Zentrale Elemente der Rituale sind Trommeln, Gesang, Trancezustände und symbolische Kleidung, die die Verbindung zu Geistwesen stärkt. Trotz jahrzehntelanger Unterdrückung während der sozialistischen Zeit erlebt der mongolische Schamanismus heute eine kulturelle und spirituelle Wiederbelebung und ist ein wichtiger Bestandteil der mongolischen Identität.



